Bericht aus dem Gemeinderat vom 23.07.2020

 

Die akute Raumnot in der Grund- und Mittelschule war Thema im letzten Gemeinderat vor der Sommerpause. Schon bei der Begehung des Schulgeländes machte Rektor Thorsten Bergmühl deutlich, dass aktuell acht Klassenräume, zwei Gruppenräume und ein Teamzimmer fehlen. Die Frage, wie dieses Problem schnellstmöglich zu lösen sei, wurde im Gemeinderat ausgiebig diskutiert.

Grundsätzlich sähen wir Grünen es lieber, ein Gesamtkonzept zu erstellen bevor Millionen investiert werden ohne genauen Plan, wie der Umbau oder die Erweiterung der Schule aussehen soll. Bislang ist aber noch kein Bebauungsplan für die Schule angesetzt. Auch weil der Realschulstandort und seine mögliche Synergie für die Grund- und Mittelschule (Mensa, Turnhalle) noch nicht geklärt ist. Da sich dies alles nicht in den nächsten 4-5 Monaten realisieren lassen wird, braucht es eine schnelle Übergangslösung um der Raumnot zu begegnen.

Zur Auswahl standen eine Containerlösung oder ein Bau in Holzbauweise. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf

  • 1,7 Mio. € für Leihcontainer für 4 Jahre
  • 2,5 Mio. € für gekaufte Container
  • 4,2 Mio. € für die Holzbauweise.

 

Bei allen Varianten lag die Aufbauzeit zwischen 1 und 1,5 Jahren, so dass am Schuljahresbeginn 2021/22 die Container einsatzbereit wären, der Holzbau im Genehmigungsverfahren aber etwas länger brauchen würde.

Für einen Bau in Holzbauweise spricht sicherlich seine Langlebigkeit und dass er uns dauerhaft erhalten bleibt. Somit ist das Geld nicht einfach weg. Leider beeinträchtigt diese qualitativ hochwertigere Bauart den Anspruch auf Fördermittel.

  • Entweder wir bauen auf eigene Kosten, dann gehört das Gebäude und sein Verwendungszweck der Gemeinde, wird aber bei der Prüfung, ob der Gemeinde für den Schulausbau Fördermittel zustehen mit einbezogen und gefährdet eine Zusage.
  • Oder aber wir rufen die Mittel schon für diesen Bau ab, dann steht der Gemeinde aber kein weiteres Geld für den Um- oder Ausbau der Grund- und Mittelschule inklusive Turnhalle mehr zu. Außerdem sind wir dann gezwungen, die Gebäudenutzung für Klassenräume auf 25 Jahre festzulegen.

 

Da die Grund- und Mittelschule schon einige Male erweitert wurde und an sich schon geprägt ist durch verschiedene architektonische Stile, möchten wir Grüne jetzt keinen weiteren neuen Baukörper mehr auf das Gelände setzen sondern streben ein einheitliches und sich ins Bild einfügendes Gesamtkonzept für die Schule an. Um dieses zu realisieren, braucht es allerdings Zeit und jetzt eine flexible und schnelle Lösung für die Raumnot. Diese sehen wir in Form von Containern gegeben. Das bietet uns auch den zeitlichen Puffer für eine durchdachte Planung für die Erweiterung. Allerdings regen wir den Kauf von gebrauchten hochwertigen Schulcontainern an. Damit ließen sich die Kosten, auch mit Blick auf die mögliche Anschaffung weiterer Container während der Baustellenzeit, senken.

Dies sah auch die Mehrheit im Gemeinderat so und beschloss, den Kauf von einer entsprechend geeigneten Containeranlagen zu genehmigen. Er Beauftrage erste Bürgermeisterin Mindy Konwitschny mit der weiteren Plaung und Ausschreibung und die Verwaltung mit dem Einholen von Angeboten. Ziel ist es, die Raumnot zum Schuljahresbeginn 2021/22 zu entschärfen.

 

 

Für die Fraktion:  Janine Schneider

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stellen eine Auswahl der Tagesordnungspunkte dar und spiegeln die subjektive Sicht der schreibenden Räte und Rätinnen wieder. Die weitere Berichterstattung findet sich in der Tagespresse und im Gemeindeblatt.

 

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